Krankenversicherung für Selbstständige
Grundsätzlich sind Sie als Selbstständiger freiwillig gesetzlich krankenversichert. Das bedeutet: Sie können sich aussuchen, ob Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder in der private Krankenversicherung (PKV) versichert seien wollen. Es gibt nur wenige Ausnahmen. Wer freiwillig versichert ist, kann jederzeit in die Private wechseln.
Ihr Einkommen bestimmt Ihren Beitrag in der GKV. Die Kassen haben unterschiedliche Sätze. Im Schnitt liegt der Beitrag bei 14,9 Prozent des Bruttoeinkommens. Als Selbstständiger ist Ihr Bruttoeinkommen das Betriebsergebnis vor Steuern, also Einnahmen abzüglich Ausgaben.
In der PKV richten sich die Beiträge nach Alter, Vorerkrankungen und gewünschtem Leistungsumfang. Der Leistungsumfang kann sehr individuell bestimmt werden. Für junge Selbstständige ist die PKV meist günstiger. Allerdings müssen beispielsweise der Ehepartner und Kinder mit einem eigenen Vertrag versichert werden.
Haftpflichtversicherung für Selbständige
Die Privathaftpflicht gehört zur wichtigsten Versicherung für Selbstständige. In Deutschland haften Sie unbeschränkt für Schäden, die Sie anderen zufügen. Wir empfehlen eine möglichst hohe Versicherungssumme von min. 10 Millionen Euro, es ist nicht sinnvoll bei der Versicherungssumme zu sparen.
Wichtige Punkte sind aus unserer Sicht: Verlust beruflicher und privater Schlüssel, Gefälligkeitsschäden (z.B. Umzug) und falls man Kinder hat Schutz für nicht deliktfähige Personen.
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Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige
Als Selbständiger sind Sie grundsätzlich nicht in der Rentenversicherung. Falls Sie aufgrund von Krankheit oder einem Unfall nicht mehr arbeiten können, sieht es sehr schlecht für Sie aus. Hierfür benötigen Sie eine private Absicherung. Sie gehört also zur Basis-Ausstattung. Am wichtigsten ist sicherlich die Berufsunfähigkeit.
Fast jeder braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung – egal ob Dachdecker oder Bankkaufmann. Denn sowohl kaputte Knochen können berufsunfähig machen, als auch psychische Leiden. Die niedrige gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht oft nicht aus um den gewohnten Lebensstandard fortführen zu können. Besonders, wenn Sie jung oder selbstständig sind, sollten Sie sich daher absichern. Je früher Sie mit dem Vertrag starten, desto günstiger ist der Beitrag.
Wichtig: Trennen Sie als Selbstständiger immer Risikoabsicherung von der Altersvorsorge! Sie haben kaum Vorteile aus einer Vermischung, allerdings viele Nachteile. So sind Sie viel weniger flexibel, wenn es finanziell mal nicht so läuft. Versicherungsschutz bei einer Risikoversicherung haben Sie immer nur dann, wenn Sie Ihren Beitrag bezahlen. Bei einem Altersvorsorgevertrag können Sie dagegen die Beiträge ohne Probleme zeitweise aussetzen oder stunden lassen.
Unfallversicherung für Selbstständige
Eine Unfallversicherung ist dann wichtig, wenn Sie als Selbstständiger nicht über die Berufsgenossenschaft versichert sind. In manchen Branchen ist das jedoch vorgeschrieben. Ansonsten kann eine Unfallversicherung noch wichtig sein, wenn Sie sportlich aktiv oder Heimwerker sind. Achten Sie auf eine hohe sogenannte Grundinvaliditätssumme. Die gibt an, wie hoch die Leistung bei einem Unfall ist.

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